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Rettet das Quartier zwischen den
Wiehre Bahnhöfen!

Rettet das Quartier zwischen den
Wiehre Bahnhöfen!

Bitte setzen Sie sich gemeinsam mit den Bewohner*innen des genossenschaftlichen Quartiers zwischen den Wiehre–Bahnhöfen Freiburg für den Erhalt der über 300 Wohnungen ein!
Zitat Gestaltungsbeirat Freiburg am 30.11.2017 :
„Das gesamte bestehende Ensemble ist stimmig. In fast jeder Stadt gibt es Orte, die etwas Besonderes ausmachen. Dieses Ensemble ist beispielgebend für die gesamte Stadt Freiburg.“

Unterzeichnen Sie jetzt online:

https://weact.campact.de/petitions/gentrifizierung-in-freiburg-stoppen-rettet-das-genossenschaftquartier

Bitte beachten: Nur entweder die gedruckte Unterschriftenliste oder die Online Petition unterzeichnen!

Unterschriften-Liste zum Download:

Unterschriftenliste / Petition: Rettet unsere Quartier zwischen den Wiehre Bahnhöfen Freiburg

Gemeinderatssitzung Freiburg am 27.11.2018, TOP 7, Erhaltungssatzungen

Gemeinderatssitzung Freiburg am 27.11.2018, TOP 7, Erhaltungssatzungen

Bei der für die baupolitische Zukunft Freiburgs richtungsweisenden Gemeinderatssitzung am 27.11.2018 hielt Herr Stadtrat Dr. Wolf-Dieter Winkler von Freiburg Lebenswert eine bemerkenswerte Rede, in der er sich im Namen seiner Fraktion eindeutig für die Belange von „Wiehre für alle“ positioniert und den Vorstand der Familienheim eG deutlich kritisiert:

„[…] Üblicherweise entschließt man sich ja für eine Dämmung oder gar Abriss dann, wenn die Heizkosten hoch sind.
Aber laut Vorlage und auch laut Aussagen von Mietern mir gegenüber sind die Heizkosten extrem gering, was auf eine sehr gute Wärmedämmung
der Außenwände und der Fenster hindeutet. Also, warum um alles in der Welt will der Vorstand diese Häuser mit den preisgünstigen Wohnungen platt machen? Vor allem, weil das Quartier nach Aussage des Gestaltungsbeirates ein ideales Verhältnis von Wohn- und grünen Freiflächen aufweist. Die angebliche Familienheim-Philosophie – laut Homepage – Mensch und Umwelt mit einzubeziehen, Ressourcen zu sparen und die Umwelt zu schonen, wird mit Abriss und Neubau gut gedämmter Häuser doch konterkariert. Die Menschen werden eben gegen ihren Willen aus ihren Wohnungen vertrieben, graue Energie und Ressourcen verschwendet![…] Auf dem Areal der ehemaligen beiden Wohnheime [Quäkerstrasse 2-4b und Grillparzerstrasse; Anm. Wfa] leben heute andere und weniger Personen als vor der Neubaumaßnahme. Die Bewohnerschaft wurde komplett gegen eine zahlungskräftigere Klientel ausgetauscht, was von Seiten des Vorstands, wie eben zitiert, bereits bei Beginn der Baumaßnahme als strategische Zielsetzung angekündigt wurde. Gentrifizierung, also der Austausch zahlungsschwacher Genossen durch zahlungskräftigere Klientel, ist also nicht nur ein bedauerlicher Kollateralschaden der Neubebauung, sondern erklärtes Ziel des Genossenschaftsvorstandes. Das ist eine Ungeheuerlichkeit! Wir versuchen fraktionsübergreifend – mit bisher mäßigem Erfolg – alles zu unternehmen, um der Gentrifizierung Einhalt zu gebieten, und hier torpediert eine Genossenschaft diese Bemühungen mit einer Hartherzigkeit gegenüber ihren Mitgliedern, die ihresgleichen sucht! […]

Vollständige Rede von Herrn Wolf-Dieter Winkler.

Für die SPD-Fraktion hielt Stadträtin Julia Söhne eine sehr empathische Rede zum Thema der sozialen Erhaltungssatzungen. Zu unserer konkreten Situation im Genossenschaftsquartier äußerte Sie: „Die Initiative „Wiehre für alle“ macht vor, wie es gehen kann: Mit einer faktenorientierten und konstruktiven Argumentation machen sie deutlich, was eben oftmals das Problem von großen Abreißmaßnahmen ist […] Wir setzen uns deshalb mit aller Entschiedenheit für eine soziale Erhaltungssatzung ein […] Für uns ist zusammenfassend klar, dass wir mit den Erhaltungssatzungen dafür kämpfen können, bezahlbaren Wohnraum für Mieterinnen und Mieter zu erhalten.“

Vollständige Rede von Frau Julia Söhne.

Für die JPG-Fraktion trat Monika Stein sehr pointiert für den Erhalt des bezahlbaren Wohnraums im Quartier ein stellte dies auch in den Kontext der emotionalen Belastung der BewohnerInnen durch die Situation:
„Damit die Mieter*innen der Baugenossenschaft Familienheim in näherer Zukunft endlich wieder ruhig schlafen können, braucht es für sie die Sicherheit, dass sie in ihren bezahlbaren Wohnungen wohnen bleiben können. Wir wissen aus zahlreichen Gesprächen und von Besuchen vor Ort, wie es dort aussieht: Die kleinen Wohnungen, die als nicht mehr zeitgemäß bezeichnet werden und deswegen abgerissen werden sollten, um Neubau zu ermöglichen, sind absolut in lebenswertem Zustand. […] Solange Menschen dort leben wollen, ist der Wohnraum zeitgemäß. PUNKT.“

Die vollständige Rede von Monika Stein ist hier verfügbar:
https://jpg-freiburg.de/node/1402

Für die Fraktion der Unabhängigen Liste betonte Frau Dr. Brigitte von Savigny zum einen die Fürsorgepflicht der Genossenschaft gegenüber den BewohnerInnen sowie zum anderen den Insel-Charakter des Quartiers in der Wiehre:

„Die Genossenschaft hat eine Fürsorgepflicht für das zu Hause ihrer Mitglieder, die zum Teil seit Jahrzehnten mit ihren Einlagen und Mieten zum Wohlstand der Familienheim beigetragen haben. Die Bewohnerschaft ist auf den Erhalt des preiswerten Wohnraums angewiesen. Die bescheidenen aber für die überwiegende Zahl der BewohnerInnen akzeptablen Ausstattungsstandards und damit verbundenen preiswerten Mieten erlauben hier Menschen mit niedrigerem und mittlerem Einkommen noch das Wohnen in der ansonsten von Haushalten mit höherem Einkommen geprägten Wiehre. […] Wir als Unabhängige Liste werden einem Abriss der Quäkerstraße nicht zustimmen.“

Im Amtsblatt vom 07.12.2018 auf Seite 2 greift für die Unabhängige Liste Stadträtin Irene Vogel das Thema noch einmal auf: „Ganz im Sinne der Mieterinnen und Mieter… […] Erhalt der Familienheim-Wohnungen um den Wiehrebahnhof und die Verhinderung von Luxussanierungen in Landwasser. Damit das soziale Gefüge in diesen Quartieren nicht bedroht wird, haben wir die Stadt beauftragt, mit Erhaltungssatzungen einzuschreiten, falls Verhandlungen mit den Eigentümern scheitern. […] Wir bleiben am Ball!“

Amtsblatt Freiburg vom 07.12.2018

Für die Fraktion der Grünen betonte Stadtrat Timothy Simms in seiner Rede, man könne auf den Hebel der Sozialen Erhaltungssatzungen nicht verzichten: „Wir benötigen eine Wohnungspolitik, die entschlossen agiert. Das bedeutet: Die Akteure auf dem Wohnungsmarkt – seien es Immobilienkonzerne, Bauträger oder Genossenschaften – müssen merken, wie ernst es uns als Stadtrat ist, auch regulierend in Märkte einzugreifen, wenn es die Situation erfordert.“ Die vollständige Rede des Herrn Simms ist hier verfügbar: https://fraktion.gruene-freiburg.de/2018/11/26/wir-koennen-in-freiburg-auf-keinen-hebel-verzichten/

Gemeinderatssitzung vom 27.11.2018, TOP 7, Soziale Erhaltungssatzung: https://www.freiburg.de/pb/,Lde/1318913.html

Im Amtsblatt vom 07.12.2018 werden auf Seite 1 die Hintergründe und Ergebnisse der Gemeinderatssitzung zum Thema der sozialen Erhaltungssatzungen zusammengefasst. Ein Foto zeigt den Garten Adalbert-Stifter-Str./Dreikönigstr./Türkenlouisstrasse mit der Bildunterschrift: „Stein des Anstoßes: Im Familienheim-Quartier in der Wiehre will der Gemeinderat den Abriss verhindern.“

Der Vollständige Artikel ist hier abrufbar:
Amtsblatt Freiburg vom 07.12.2018

Zusammenfassung des Beschlusses der Gemeinderatssitzung vom 27.11.2018

gemeinderatssitzung wiehre fuer alle

Stellungnahme der ARGE Stadtbild Freiburg

Stellungnahme der ARGE Stadtbild Freiburg

Kürzlich hat die Arbeitsgemeinschaft Freiburger Stadtbild (ARGE) eine Stellungnahme zu unserem zum Quartier zwischen den Wiehre-Bahnhöfen veröffentlicht. Dort heißt es, die ARGE „hält das Quartier in der bestehenden Struktur für erhaltenswert. Das Quartier ist unserer Einschätzung nach ein herausragendes und weitgehend im Originalzustand erhaltenes positives Beispiel für genossenschaftliches Bauen in schlichten und zweckmäßigen Bauformen.“ Hiermit unterstreicht die ARGE Stadtbild wie auch schon der Freiburger Gestaltungsbeirat im November 2017, dass das Viertel zwischen den Wiehre-Bahnhöfen ein baulich erhaltenswertes Ensemble darstellt.

Die vollständige Stellungnahme ist hier einsehbar: 2018_Stellungnahme_ARGE_Stadtbild_Familienheim_Erhaltungssatzung

Wiehre für alle begrüßt den weiteren Schritt Richtung Erhalt des Quartiers!

Wiehre für alle begrüßt den weiteren Schritt Richtung Erhalt des Quartiers!

Pressemitteilung anlässlich der Freiburger Gemeinderatssitzung vom Di, 27.11.2018:

Wiehre für alle begrüßt den weiteren Schritt Richtung Erhalt des Quartiers!

Der Gemeinderat beauftragt die Stadtverwaltung zur Aufnahme von Verhandlungen mit dem Ziel, den Erhalt der Sozialstruktur im Quartier zwischen den Wiehre-Bahnhöfen durch eine Abwendungsvereinbarung zu gewährleisten.

Der gestrige einstimmige Beschluss zeigt: Die Zahl der Gemeinderatsmitglieder, die durch das Neuerrichtungsvorhaben des Vorstandes der Familienheim Freiburg e.G. eine Gefahr für den Fortbestand der gewachsenen Bewohnerschaftsstruktur sehen, ist seit März weiter deutlich angestiegen. Das gemeinschaftliche Engagements der BewohnerInnen und der 17.ooo Menschen, die sich hinter die Forderung gestellt haben, das Areal zu erhalten, wird nicht übersehen.

Wir begrüßen es ausdrücklich, dass der Erhalt der Sozialstruktur des gesamten Quartiers mit über 300 Wohnungen und damit die Sicherung der Zukunft der BewohnerInnen nun Inhalt der Zielformulierung für die Verhandlungen ist! (mehr …)

Stellungnahme von Wiehre für alle.

Stellungnahme von Wiehre für alle.

Der Vorstand der Familienheim e.G. hat im November 2018 an die Mitglieder ein Schreiben versandt, das im Wesentlichen den Inhalt widerspiegelt, der hier einzusehen ist. Wiehre für alle hat darauf hin eine Stellungnahme veröffentlicht. Diese wurde am 22.11.2018 vom Koordinationsausschuß einstimmig verabschiedet: Stellungnahme: Wiehre_für_alle, November_2018 (PDF)

Zu dem Vorhaben des Vorstands der Familienheim Freiburg Baugenossenschaft eG in der Wiehre

Im Vorfeld der Gemeinderatssitzung am 27.11.2018 und dem dortigen Beschluss zum weiteren Vorgehen in Bezug auf eine soziale Erhaltungssatzung (Milieuschutz) für unser Quartier brachte der Vorstand der Familienheim Freiburg Baugenossenschaft e.G. mehrere Debattenbeiträge, die nicht unkommentiert bleiben können. Ein Infoblatt zum Vorhaben in der Wiehre wurde im Internet und in der Mitgliederzeitschrift „Familienheim aktuell“ veröffentlicht.1 Darin werden Argumente wiederholt, die den Abriss der Quäkerstr. 1-92 und das Vorgehen von Vorstand und Aufsichtsrat als einzig richtigen Weg erscheinen lassen sollen. Dies betrifft

1. die Sanierbarkeit der Gebäude

2. die „Sozialverträglichkeit“ der geplanten Maßnahmen

3. eine (fehlende) Würdigung der städtebaulich-historischen Dimension des Ensembles und

4. nicht zuletzt die BewohnerInnen-Initiative selbst.

Unsere Standpunkte in Kürze:3

  1. Die Gebäude sind sanierbar. Bei der Bewohnerschaft besteht in der sehr großen Mehrheit kein Interesse an Wohnungen zum heutigen Neubaustandard (Aufzüge, größere Wohnungszuschnitte etc.), sondern an einem behutsamen Umgang mit den Bestandsgebäuden.

  2. Die geplanten Neubauten sind nicht sozialverträglich und führen zu Gentrifizierung. Eine Verdrängung aus dem Quartier ist zu erwarten, da nur für eine Minderheit geförderter Wohnraum – noch dazu mit Befristung – vorhanden sein würde. Auch die angekündigte Vergrößerung vieler Wohnungen aufgrund des von Seiten des Vorstands angeführten „veränderten Wohnbedarfs“ wird bei einem Neubau zu Kostensteigerungen führen. Die Sozialdatenerhebung im Quartier zeigt, dass bereits die bisher günstigen Mietkosten für viele Bewohnerinnen und Bewohner eine große finanzielle Belastung darstellen.

  3. Das Ensemble zwischen den Wiehrebahnhöfen ist städtebaulich relevant. Dies wird z.B. vom Gestaltungsbeirat und dem baden-württembergischen Landesdenkmalamt bestätigt.

  4. Die Voraussetzungen für einen Dialog zwischen BewohnerInnen-Initiative und Vorstand der Genossenschaft waren von Beginn an gegeben. Vom Vorstand angekündigte Infoveranstaltungen haben nicht stattgefunden, ein Treffen mit Mitgliedern der Initiative blieb ohne Konsequenzen. Die vom Vorstand behauptete Anonymität der Initiative entspricht nicht den Tatsachen, da alle Schreiben von BewohnerInnen unterzeichnet wurden und werden. Die Initiative ist basisdemokratisch organisiert, so dass es keine festgelegten Posten/Funktionen gibt. Weitreichende Beschlüsse werden in der Vollversammlung gefasst, Koordinationstreffen bearbeiten aktuelle Anliegen, fassen weniger weitreichende Beschlüsse und bereiten die Vollversammlungen vor. Beide Treffen sind offen.

Auf den folgenden Seiten erörtern wir, warum wir die aktuell erneut veröffentlichten Aussagen vom Vorstand der Familienheim Freiburg Baugenossenschaft e.G. als fragwürdig und auch als ungerechtfertigte Schmälerung des Engagements und der Qualität der vorgelegten Ausarbeitungen von uns – den Mitgliedern der Genossenschaft – ansehen.

Wir halten mit guter Begründung an unserer Forderung des Erhalts unseres bezahlbaren Wohnraums und des Quartiers fest.

(mehr …)

Politische Reaktionen im November 2018

Politische Reaktionen im November 2018

Im November 2018 und vor allem bei der für die baupolitische Zukunft Freiburgs richtungsweisenden Gemeinderatssitzung am 27.11.2018 gab es weitere interessante politische Stellungnahmen zur Sicherung von bezahlbaren Bestandswohnungen, zu Erhaltungssatzungen und zur Bewohner*innen-Initiative Wiehre für alle:

Politische Reaktionen und Gemeinderatssitzung Freiburg am 27.11.2018

Desweiteren hat die ARGE Stadtbild Freiburg im November eine Stellungnahme zum Quartier zwischen den Wiehre-Bahnhöfen veröffentlicht: https://www.wiehre-für-alle.de/stellungnahme-der-arge-stadtbild-freiburg/

Offener Brief an den Vorstand der Familienheim Freiburg e.G.

Offener Brief an den Vorstand der Familienheim Freiburg e.G.

Anlässlich der Situation in der Quäkerstrasse 1-9 und im gesamten Quartier zwischen den Wiehrebahnhöfen wurde von der Vollversammlung von Wiehre-für-alle am 15.07.2018 folgender offener Brief an den Vorstand der Familienheim Freiburg e.G. einstimmig beschlossen und stellvertretend von 33 Bewohner*innen namentlich unterschrieben. Die Unterschriften sind hier auf der Website aus Datenschutzgründen nicht kenntlich, liegen im Original aber vor.

Offener_Brief_an_Familienheim_Freiburg e_G_Vorstand

Der offene Brief ging zur Kenntnisnahme an:

  • Aufsichtsrat der Familienheim Freiburg Baugenossenschaft eG
  • Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn
  • Fraktionen/Fraktionsgemeinschaften im Freiburger Gemeinderat
  • Wiehremer Bürgervereine
Stellungnahme zum Informationsschreiben und zur Pressemitteilung der Familienheim Freiburg e.G. vom 25.06.2018

Stellungnahme zum Informationsschreiben und zur Pressemitteilung der Familienheim Freiburg e.G. vom 25.06.2018

(Stellungnahme bezieht sich auf das Informationsschreiben an die Bewohner*innen des Quartiers zwischen den Wiehre-Bahnhöfen und der entsprechenden Pressemitteilung der Familienheim Freiburg vom 25.06.2018.)

Durch die Verlautbarungen des Familienheims hat sich an der sozialen Notwendigkeit des Erhalts der Häuserzeile Quäkerstr. 1-9 wie auch an der Machbarkeit einer Sanierung nichts geändert:

  • Die Kernaussage der Einschätzung der Forspol GmbH, dass die Gebäude erhalten werden können, wurde durch die beiden von Familienheim beauftragten Stellungnahmen nicht entkräftet. Selbst aus den beiden Gutachten der Familienheim e.G. geht nicht hervor, dass die Wohnungen der Quäkerstrasse 1-9 „marode“ seien, wie vom Vorstand behauptet wurde.
  • Es ist verwunderlich, dass der Vorstand glaubt, auf Basis von Einkommensangaben aus Wohnungsbewerbungsbögen fundierte Aussagen über die soziale Lage der Bewohner*innen des ganzen Quartiers machen bzw. auf dieser Basis die Sozialdatenanalyse von „Wiehre für alle“ entkräften zu können. Die Erhebung wurde von Bewohner*innen des Quartiers sehr gewissenhaft mit dem Ziel durchgeführt, erste Informationen zu dem Milieu zur Verfügung zu stellen. Es obliegt nun der Stadt, im Rahmen eines Prüfverfahrens für eine soziale Erhaltungssatzung eine detaillierte Studie durchzuführen, wenn dies vom Gemeinderat beauftragt wird.
  • Ebenfalls verwundert die erneute Nennung der Zahl von etwa 50 % der Mietparteien der Häuserzeile Quäkerstr. 1-9, die dort bereits ausgezogen seien oder bald ausziehen wollten. Hierauf sind wir in einem Radio-Interview bereits detailliert eingegangen. Aus Gesprächen mit allen Bewohner*innen wissen wir, dass fast 2/3 der Wohnparteien bleiben wollen. Und auch von denen die bereits gegangen sind oder gehen werden, tun dies viele sehr ungern.
  • Zur Mietpreisentwicklung und deren Gründen haben wir in unserem Dossier „Genossenschaft und Gentrifizierung“ bereits umfassende Analysen publiziert. Mit den aktuell von Familienheim veröffentlichten Zahlen ergibt sich im Familienheim-Bestand in den letzten 10 Jahren eine sehr erhebliche Mietsteigerung von 35% für die Durchschnittskaltmiete. Es zeigt sich dadurch eine konstante und deutliche Annährung an den Freiburg Schnitt: Der Abstand sank kontinuierlich von 25% 2007 auf 15% 2017.
  • Bei den Erläuterungen zu den Neubauplanungen geht der Vorstand nicht auf größere Wohnungszuschnitte im Vergleich zu den Altbauten (auch in den geförderten Wohnungen) ein. Die geringe Anzahl von geförderten Wohnungen, deren begrenzte Sozialbindungsdauer sowie die Bedrohung durch weitere Umsetzungen werde ebenfalls nicht genannt. Die Gentrifizierung, die bei Fortgang der Maßnahmen im Quartier zur erwarten wäre, ist im Dossier „Genossenschaft und Gentrifizierung“ nachgewiesen. In den Neubauten der Familienheim e.G. der Quäkerstrasse 4, 4a und Grillparzerstrasse 5, 7 wohnt heute niemand mehr von den ca. 130 Mieter*innen, die zuvor hier lebten: das ist Gentrifizierung als vollendete Tatsache.
Genossenschaft und Gentrifizierung

Genossenschaft und Gentrifizierung

Dossier zur Erhaltungssatzung

Genossenschaft_und_Gentrifizierung (pdf)

„Wohnungen der Familienheim in der Wiehre künftig unter sozialer Erhaltungssatzung“, so die Forderung einer soliden Mehrheit des Freiburger Gemeinderats (FDP, FL/FF, FW, JPG, SPD, UL) in einer Pressemitteilung vom 14.03.2018. Sie beauftragte das Stadtplanungsamt und das Amt für Projektsteuerung und Stadterneuerung mit der Prüfung der Anwendungsvoraussetzungen einer baulichen Erhaltungssatzung (§ 172 BauBG Abs. 1 Nr. 1) sowie eines Milieuschutzes (§ 172 BauBG Abs. 1 Nr. 2 ) im Genossenschaftsquartier zwischen den Wiehre-Bahnhöfen.

„Wiehre für alle“ hat die Wohnungspolitik der vergangenen rund 10 Jahre im Detail analysiert und kommt zu dem Schluss: Die Aufwertungsneigung ist ausgeprägt! Sie wird gekennzeichnet durch eine 33%ige Steigerung der durchschnittlichen Kaltmiete in neun Jahren, den Verlust von 43 Wohnungen im Bestand seit 2007 trotz extremen Bilanzwachstums, den vermehrten Bau von „Edelwohnungen“ (Badische Zeitung, 2011) – oft nach Abriss von bezahlbarem Altbestand – sowie eine gezielte Neumitglieder-Aufnahme im mittleren bis oberen Einkommensbereich.

Dargelegt wird zudem, dass nicht nur für die Häuserzeile Quäkerstr. 1-9, sondern für das gesamte Quartier mit über 300 Wohnungen mit Abriss oder teurer Vollmodernisierung zu rechnen ist. Beides würde die aktuellen Bewohner*innen aus ihrem Zuhause verdrängen, gewachsene Nachbarschaftsstrukturen, soziale Netze zerstören und dringend benötigten, bezahlbaren Wohnraum unwiederbringlich vernichten.

Lesetipps zum Dossier:

  1. alles kurz zusammengefasst auf Seite 5 (Kompakt)
  2. Kapitelzusammenfassungen auf den „gelben Zetteln“.
  3. Chronik der Bewohner*innen-Initiative Wiehre für alle: Seite 30-31
  4. Schaubilder ab Seite 32
´s Kulturviertel – ganz und gar Genossenschaft

´s Kulturviertel – ganz und gar Genossenschaft

´s Kulturviertel im Weingut Dilger am 26.07.2018

Bei der Abschlußveranstaltung der Sommer Reihe des Kulturviertels zeigten Teresa Grebtschenko und Bernd Lafrenz eine Spitzen-Performance. Trotz hochsommerlichem Wetter war die Halle bis zum letzten Sitz gefüllt.

´s Kulturviertel im Weingut Dilger am 14.07.2018

Wieder einmal ein wunderbarer Abend mit hochinteressanten Künstlern! Vielen Dank an alle unsere Gäste, die beteiligten Künstler*innen, die klasse Auftritte gezeigt haben, vielen Dank auch an alle, die mitgeholfen haben!

´s Kulturviertel in der Galerie des Kommunalen Kino am 28.06.2018

Murat Coşkun Perkussionist, Komponist, Gründer und künstlerischer Leiter des weltweit bedeutendsten Festivals für Rahmentrommeln Tamburi
Mundi in Freiburg zeigte einen mitreissenden Percussion Auftritt vor begeistertem Publikum.

Badische Zeitung, 16.06.2018
Ausführliches Interview zum Kultursommer von Wiehre-für-alle

http://www.badische-zeitung.de/freiburg-sued/wie-bei-einem-lagerfeuer

´s Kulturviertel im Weingut Dilger am 16.06.2018

Das war ein wunderbarer Abend, der gezeigt hat, wieviel Unterstützung, Solidarität unsere Bewohner*innen Initiative erlebt und wieviel Geist, Freundschaft und Elan unser Viertel trägt. Vielen Dank an alle unsere Gäste, die beteiligten Künstler*innen, die eine super Show gezeigt haben an alle die da waren und an die, die mitgeholfen haben!


Freiburger Künstler gegen Gentrifizierung – Kultursommer Wiehre

Die Bewohner*innen-Initiative „Wiehre für alle“ feiert mit „´s Kulturviertel – ganz und gar Genossenschaft“ – eine Reihe von Benefiz – Kulturveranstaltungen.

Gemeinsam, solidarisch miteinander für bezahlbaren Wohnraum lautet die Devise!

Termine:

Weingut und Brennerei Andreas Dilger:

Termin: 16.06.2018 19:oo Uhr

Jess Jochimsen – http://www.jessjochimsen.de
Anita Bertolami – http://www.anita.bertolami.net
Konstanze Ihle – http://www.konstanze-ihle.de
Katharina Scharlowski, Autorin – http://www.ew-buch.de/index.php?id=62

Termin: 14.07.2018 19:oo Uhr:

Die Giselas – https://www.die-giselas.de/
Lee Ferguson – Schlagzeuger – u.a. Ensemble Chronophonie und Ensemble Alarm;
Olaf Creutzburg – http://olaf-creutzburg.de
Katharina Scharlowski, Autorin

Termin: 26.07.2018 19:00

Bernd Lafrenz – https://lafrenz.de/

Teresa Grebtschenko – http://www.teresagrebtschenko.com/

Galerie der Alte Wiehre Bahnhof:

– 28.06.2918 19:30

Murat Coşkun – http://www.murat-coskun.eu

Der Eintritt ist frei – Plätze begrenzt.

(mehr …)

Die soziale Frage des 21. Jahrhundert

Die soziale Frage des 21. Jahrhundert

„Die soziale Frage des 21. Jahrhundert“ laut Justizministerin Barley (in „Hart aber fair“): Wohnen! – auch hier in Freiburg. Das Bewahren von bezahlbarem Wohnraum muss Teil einer Strategie für bezahlbares Wohnen sein!

Wiehre für alle hat ein Dossier zur Mietentwicklung innerhalb der Genossenschaft veröffentlicht: „Genossenschaft und Genztrifizierung

33% Mietsteigerung im Bestand in neun Jahren. (12% laut Mietspiegel im gleichen Zeitraum in Freiburg).

Die nachgewiesenen (Sozialdatenerhebung) sozialen Lebensituationen der Bewohner*innen sprechen gleichzeitig eine eindeutige Sprache:

Jegliche kostspielige Maßnahmen im Quartier führen zu massiven Belastungen und sind Armutsrisiko!

Der BZ Artikel:
http://www.badische-zeitung.de/freibu…/entscheidung-im-juni/

P.S.: Eine Studie zu bezahlbarem Wohnraum:
„Zudem müssen die Kommunen weiterhin konsequent alles tun, um Wohnungsbestände im unteren Mietsegment zu erhalten“
http://www.regiokontext.de/up…/Studie_Bezahlbares_Wohnen.pdf

Sozialverträglicher Neubau?

Sozialverträglicher Neubau?

 

Bitta auf das Bild klicken – um es zu vergrößern.

 

Eine Frage der Standfestigkeit:

Noch im Januar hieß es seitens der Vorstandschefin Frau Anja Dziolloß – ohne ein Gutachten erstellt zu haben: „Sicher sei bisher, dass das Gebäude Quäkerstraße 1-9 nicht sanierungsfähig sei, sagt Dziolloß. Der Bau bestehe aus sehr schlechten Nachkriegsmaterialien, habe keine statischen Reserven, das heißt, die Mauern würden nicht mal ein Wärmeverbundsystem tragen, geschweige denn ein schwereres, gedämmtes Dach.“ (BZ 04.01.2018)

Es wurde nachgewiesen und von weiteren Experten bekräftigt:

Weder fordert die Bausubstanz – noch

legitimieren unüberwindbare Kosten für eine behutsame Sanierung –

ein Abrissvorhaben oder andere kostenintensive Maßnahmen [siehe Gutachten]!

Mehr Wohungen und soziale „Lösung“?

Das Schaubild verdeutlicht, dass die oft genannten 20% zusätzliche Wohnungen bedeuten würden, dass zukünftig lediglich ca. 8 Wohnungen (inklusive des Neubaus im Hof) neu entstünden. Abriss und Neuerrichtung des bestehenden Lebensraumes der Bewohner*innen alleine brächten also keinerlei Zuwachs. Dabei stehen derzeit in unserem Quartier mindestens 10 Wohnungen leer (und dies teils bereits seit Jahren). Ebenfalls oft erwähnt sind die 30% geförderter Wohnraum. Dieser entspräche ca. 15 Wohnungen. Der Bedarf liegt bei mindestens über 60%. Die Berechtigung auf eine geförderte Wohnung nach der Landeswohnraumförderung (1 Personenhaushalt Jahreseinkommensgrenze 48.450€. Quelle: Verwaltungsvorschrift des Wirtschaftsministeriums zum Förderprogramm Wohnungsbau Baden-Württemberg 2018 / 2019) besteht bei weitaus mehr Parteien in der betroffenen Häuserzeile.

Die zeitliche Befristung bedeutet, dass nach deren Ablauf letztendlich alle Wohnungen hochpreisiger wären!

Soziale Realität der Bewohner*innen

Die sozialen Realitäten der Bewohner*innenschaft, die wir mit der Sozialdatenerhebung [siehe hier] aufgezeigt haben, lassen nur eine Forderung zu: Den behutsamen Erhalt des Wohn- und Lebensraums!

Alles andere wäre in Anbetracht unserer Lebensrealitäten unangebracht.

Die Bewohner*innenschaft ist auf den Erhalt des günstigen Wohnraums angewiesen! „Neuerrichtung“ / Zerstörung von bestehendem bezahlbaren Wohnraum führt unweigerlich zu Gentrifizierung (Verdrängung der bestehenden Bewohner*innenschaft und das aktive Auseinanderreißen bestehender sozial gewachsener Nachbarschaften.)

Votum des Gestaltungsbeirats Freiburg

Bereits am 30.11.2018 hat der Gestaltungsbeirat der Stadt Freiburg ein klares Votum ausgesprochen:

„Das gesamte bestehende Ensemble ist stimmig. In fast jeder Stadt gibt es Orte, die etwas Besonderes ausmachen. Dieses Ensemble ist beispielgebend für die gesamte Stadt Freiburg.“

„Die Identität eines Quartiers wächst über Jahrzehnte und kann mit einem Abriss binnen kürzester Zeit zerstört werden. Die bestehenden Familienheim-Neubauten Quäkerstraße 2,4 sowie Grillparzerstraße lassen genau diese Identität vermissen. Sie dürfen nicht die Richtschnur für das sein, was auf der gegenüberliegenden Seite (Quäkerstr. 1,3,5,7,9) passiert.“

Prüfung auf Milieuschutz (Erhaltungssatzung §172 BauGB)

Am 20.03.2018 hat eine Mehrheit des Gemeinderates der Stadt durch die Fraktionen und Fraktionsgemeinschaften Freiburg Lebenswert / Für Freiburg, FDP, Freie Wähler, JPG, SPD und Unabhängige Listen interfraktionell eine Prüfung auf Erhaltungssatzung nach BauGB §172 auf den Weg gebracht! Die Fraktionen und Fraktionsgemeinschaften beweisen hiermit, dass Politik jenseits von Parteigrenzen – vielmehr gemeinsam und nah an den Bedürfnissen der Menschen – stattfinden kann! (Siehe hier)